Was macht eigentlich ein Digital Analytics Consultant?

… wir haben intern bei e-dynamics nachgefragt:

„In erster Linie arbeite ich mit Daten. In den digitalen Märkten und Online-Plattformen unserer Kunden läuft täglich eine unglaubliche Flut von unterschiedlichsten Informationen und Daten ein. Und das von diversen Endgeräten wie Smartphones, Tablets, Terminals und Desktops. Diese ganzen Infos können den Unternehmen Erkenntnisse über ihre Kunden, deren Bedürfnisse und Vorlieben liefern.

Ohne die technischen Begriffe Requests, Visits, PageViews, Hits, Bounce Rate, Page Impressions, Instances, Visitors geht es nicht – das scheint aber oft kompliziert und irgendwie alles das Gleiche zu sein!

Nicht für uns. Das Entscheidende dabei ist: man muss wissen, was man will. Man startet ein Projekt also meist damit, gemeinsam mit den Kunden herauszufinden, was genau gemessen werden soll.

Wir bei e-dynamics lenken den Fokus auf ein oder mehrere sogenannte Success Events / Conversion-Ziele. Offen gestanden ist es eine Herausforderung für sich, hierbei die vielen Interessen der Projektbeteiligten unter einen Hut zu bekommen. Im weiteren Verlauf unserer Projekte identifizieren wir dann die Steps, die uns zu den festgelegten Zielen führen. Nicht zuletzt bringen wir Licht ins Dunkel, wer wo auf dem Weg zum Conversion-Ziel verloren geht. Mit diesen Ansatzpunkten lassen sich Seiten natürlich viel besser optimieren.

Exakt die Daten herausfiltern, die dem Kunden wichtige Informationen und Zahlen liefern, damit er daraus Trends und Kundenbedürfnisse für seinen Markt ableiten kann. Das ist unser Job. Aber um das zu erreichen, genügt „einfach“ nur Datensammeln und Visualisieren nicht. Wir helfen auch, diese zu interpretieren und die Unternehmen strategisch zu beraten, um Lösungsansätze für ihr Marketing zu bieten.

Die Online-Welt wird sich ständig neu erfinden. Sie wird zu einem immer größeren Bestandteil im Handel, Finanzsektor und im Media-Bereich. Es ist für mich immer wieder spannend, dort neue Einblicke zu bekommen. Das schafft auch immer neue Anforderungen für Unternehmen und somit auch für uns. An allen virtuellen und technischen Entwicklungen dran zu bleiben ist wichtig, um erfolgreich zu sein, und auch ein spannender Aspekt unserer Arbeit. Im Grunde brauchst Du dafür aber nicht nur handfeste Skills, sondern auch Kreativität und Einfallsreichtum.

Eines steht jedenfalls fest: Der Bedarf an guten Analysten ist da, er wird noch steigen.

Das coole an meinem Job ist, dass ich – solange ich einen Computer und Internet zur Verfügung habe von überall in der Welt arbeiten kann. Aber auch die direkte Arbeit mit dem Kunden und die Zusammenarbeit mit Kollegen, die mir z.B. weitere Reportings oder spezifische Insights für meine Projekte liefern, ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit, der mir Spaß macht.

„Digital Analytics“ kann man so nicht an der Uni studieren. Studiengänge gibt es dafür eigentlich fast keine. Mein beruflicher Hintergrund ist Marketing, Statistik und Projektmanagement. Selbstverständlich könnte sich auch jemand mit anderer Berufserfahrung diesen Herausforderungen stellen. Zahlreiche Skills sind bei der Arbeit von Vorteil. Hauptvoraussetzung bleibt bei allem Spaß am Umgang mit Zahlen und Daten, so etwas wie eine „mathematische Intelligenz“. Eine innere Motivation schadet nie, wenn es darum geht, Neues im Web zu entdecken. Und am Ende ist eine selbständige Arbeitsweise, aber auch Spaß an Teamwork ganz wichtig.“

Paul C.

 

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Digital Analytics Consultant (w/m) – Berlin

Senior Digital Analytics Consultant (w/m)

 

Dashboards - Wer die Wahl hat, hat die Qual

Teil 1: Klipfolio vs. Data Studio vs. Geckoboard

 

KPI Dashboards – unverzichtbar, wenn es darum geht, die Performance eines Unternehmens im Blick zu behalten. Sie geben schnell Auskunft darüber, wie sich das Unternehmen entwickelt, ob alles läuft wie geplant, ob Ziele erreicht werden oder ob sich ganze Geschäftsbereiche gerade womöglich im Sinkflug befinden.

Doch wer schon einmal vor der Entscheidung stand, eins der Tools auswählen zu müssen, der erinnert sich womöglich schnell an das Sprichwort mit dem Wald und den Bäumen. Die vielen Optionen sind schwer zu überblicken und natürlich wirbt jeder Anbieter damit, die beste, unkomplizierteste oder fortschrittlichste Lösung zu haben. – Doch welches Tool ist wirklich zu empfehlen? Welche Features stechen wo heraus? Und von welchen Dashboards sollte man besser die Finger lassen?

Wir haben uns drei bekannte Dashboard-Lösungen herausgegriffen, die sich primär auf die Dashboard Funktion und die reine Datenvisualisierung fokussieren.

Solltet ihr an klassischen Self-Service Business Intelligence Lösungen á la Tableau interessiert sein, dann seid gespannt auf einen unserer kommenden Blog Beiträge, der sich die Marktführer Tableau, Power BI & Qlik zur Brust nimmt und durchleuchtet, welches Tool welche Vor- & Nachteile hat.

Doch hier soll es zunächst einmal um das klassische Dashboard und die dazugehörigen Tools gehen.

 

KLIPFOLIO

Klipfolio ist ein cloud basiertes Dashboard Tool, dessen Schwerpunkt auf dem reinen KPI Monitoring liegt. Es ist das klassische Tool für ein Dashboard, das im Büro via Screen geteilt wird und permanent die aktuelle Lage anzeigt. Durch den cloud basierten Zugang kann relativ schnell ein Dashboard erstellt werden, das mehrere Datenquellen und auch Real-Time Daten enthält. Einen Vorteil bietet das Tool mit der Option, das Dashboard auf einem eigenen Server zu hosten. Praktisch ist auch die Funktion, die Dashboardnutzung selbst zu monitoren (momentan als Betaversion verfügbar).

Quelle: Klipfolio

HAUPTNUTZEN:

  +  Fokus auf  Monitoring (Real-Time Monitoring ist möglich)

  –  Reporting Funktion eher nachgelagert

 

ERSTELLEN EINES DASHBOARDS:

Durch den cloud basierten Zugang ist lediglich ein Klipfolio Account zur Erstellung des Dashboards nötig. Der Account ist schnell angelegt und das Dashboard kann mit Hilfe der zahlreichen zur Verfügung stehenden vorgefertigten Applikationen erstellt werden. Sollte die Anforderung an das Dashboard allerdings über den Standard hinausgehen, ist man frühzeitig gezwungen, eigene Widgets zu erstellen oder die vorhandenen individuell anzupassen.

Dies kann jedoch komplex werden – ohne entsprechende Klipfolio Kenntnisse ist das erste Frustrationslevel schnell erreicht und die Frage steht schnell im Raum, warum das Interface nicht intuitiver daherkommt. Vorteil ist hier jedoch, dass es, wenn entsprechende Kenntnisse vorhanden sind, viele Möglichkeiten gibt, das Dashboard entsprechend anzupassen.

  +  Cloud basiert / ohne Software Download verwendbar

  +  Einfaches Standard Set Up

  –  Über den Standard hinaus wird es schnell komplex & weniger intuitiv

 

ZUGANG & SHARING OPTIONEN:

Die angebotenen Sharing Funktionen sind durchdacht und flexibel. Das Teilen des Dashboards ist generell über einen Link oder eine Einladung via Mail möglich. Für reine View-Rechte ist ein Klipfolio Account nicht zwingend erforderlich.

Die geteilten Links können jeweils eingesehen und gemanaged werden – der Überblick kann so recht einfach bewahrt werden. Zusätzlich gibt es die Option, einen wiederkehrenden Email Reminder an bestimmte Nutzer zu versenden.

Das Dashboard ist über alle Devices hinweg erreichbar und für mobile Geräte optimiert. Zudem gibt es eine App, die nochmal etwas ansprechender daherkommt.

  +  Einfaches Teilen der Dashboards

  +  Flexibles und übersichtliches Access Management

  +  Klipfolio Account nicht zwingend erforderlich

  +  Cross-Device verfügbar

  +  Kostenlose App verfügbar

 

FLEXIBILITÄT:   

Individuelles Anpassen der Reports:

Klipfolio bietet viele Optionen, die Widgets flexibel anzupassen oder neue hinzuzufügen. Um die volle Flexibilität des Tools nutzen zu können, ist allerdings etwas Zeit und Muße nötig. Das User Interface könnte hier intuitiver gestaltet sein.

Branding:

Ein weiteres Thema ist das Branding des Dashboards. Mit Hilfe von Add-Ons ist es möglich Custom Themes zu verwenden, eine eigene Domain zu nutzen oder ein komplettes White-Labeling durchzuführen – das heißt jedes Branding, das Rückschlüsse auf den Hersteller (Klipfolio) zuließe, würde verschwinden.

Jedes Add-On wird zusätzlich pro Monat in Rechnung gestellt. Je nachdem welches benötigt wird, kann der Preis durchaus hoch ausfallen (79$ – 479$ pro Monat, Stand 03/2018).

  +/-  flexible Anpassung möglich – allerdings nur mit Fachkenntnissen

  +/-  flexibles Branding möglich – allerdings nur gegen Aufpreis

 

DATENQUELLEN:      

Klipfolio stellt eine Masse an vorgefertigte Schnittstellen zur Verfügung und Standards wie Facebook, Google Analytics, DoubleClick Campaign Manager, etc. sind entsprechend vorhanden. Sollte der passende Connector mal nicht dabei sein, besteht zusätzlich die Möglichkeit einen eigenen API Connector zu erstellen.

  +  Vordefinierte Datenquellen verfügbar

  +  Möglichkeit eigene Datenquellen hinzuzufügen

 

PREIS:

Als Einstieg ist eine 14-Tage Testversion verfügbar. Entscheidet man sich allerdings für das Tool, wird eine monatliche Gebühr fällig, die sich in vier Optionen mit verschiedenen Rechten staffelt und zwischen 29$ und 199$ liegt (Stand 03/2018).

Zusätzlich werden weitere Add-Ons angeboten (z.B. priority support, branding & white labeling, hosting auf eigenem Server, eigener Domainname). Die AddOns variieren zwischen 79$ – 479$ pro Monat.

 

BESONDERHEITEN:

  +  Option das Dashboard auf eigenen Servern zu hosten

  +  Tracking der Report Nutzung (beta)

  +  App verfügbar

 

DATA STUDIO

Data Studio ist ein Visualisierungs Tool aus dem Hause Google. Trotz des Beta Status kann es sich jedoch auch jetzt schon mit den Großen messen und wird stetig weiterentwickelt. Ein Google Account reicht aus, um in dem sehr intuitiven Tool ein Dashboard zu erstellen, mehrere Datenquellen zu vereinen und den Report zu teilen. On top ist das Tool bisher kostenlos verfügbar und bietet ebenfalls die Option, die Report Nutzung zu tracken. Bisher galt es als einziges Manko, dass es keine automatische Aktualisierungsfunktion gab, wodurch keine Real-Time Daten dargestellt werden konnten. Nun hat aber das Add-On DaVinci ein Feature released, das genau diese Funktion ermöglicht. Somit kann das oben beschriebene Problem über das Add-On umgangen werden.

HAUPTNUTZEN:

Der Fokus des Tools liegt vorwiegend darin, einzelne Datenquellen einfach kombinieren zu können und visuell als Monitoring oder detaillierteres Reporting darzustellen. Data Studio hinkt in Sachen Real-Time Monitoring leider noch etwas hinterher. Real-Time Daten sind momentan nicht abbildbar.

  +  Reporting

  +/-  Dashboarding (keine Real-Time Option)

 

ERSTELLEN EINES DASHBOARDS:

Um ein Dashboard erstellen zu können, wird lediglich ein Google Account benötigt. Das Tool ist cloud basiert und einfach via URL aufrufbar. Das User Interface ist sehr intuitiv und selbsterklärend. Auch hier sind viele Datenquellen bereits vordefiniert und ohne Fachkenntnisse nutzbar.

  +  Sehr intuitiv

  +  Cloud basiert / ohne Software Download verwendbar

  +  Vordefinierte Datenquellen (Connectors)

 

ZUGANG & SHARING OPTIONEN:

Data Studio Reports können sowohl via Link Sharing oder Mail Einladung geteilt werden.

Ein Google Account ist nicht zwingend nötig, kann allerdings in den Einstellungen gefordert werden, um den Report sehen oder bearbeiten zu können. Sollte der Report über einen Link und nicht über eine individuelle Einladung geteilt werden, existiert nur ein Link pro Report, der jeweils nur eine Rechte Option beinhaltet, d.h. wenn die Einstellung des Links verändert wird, werden automatisch die Rechte aller Nutzer geändert, die den Report über den Link aufrufen. Individuelle Rechte müssen in dem Fall pro Nutzer festgelegt werden.

Data Studio ist zwar auch mobile verfügbar, allerdings werden die Dashboards nicht für die mobile Ansicht optimiert. Eine App existiert bisher ebenfalls nicht.

  +  Einfaches Teilen des Reports

  –  Mobile Nutzung bietet Verbesserungspotenzial

  –  Keine App

 

FLEXIBILITÄT:

Individuelles Anpassen der Reports:

Optionen zur Anpassung der einzelnen Diagramme sind vorhanden, jedoch nicht unendlich flexibel. Mit den vorhandenen Möglichkeiten kann jedoch das Gro der gängigsten Anpassungen vorgenommen werden – der Teufel liegt allerdings im Detail und nicht alle detailverliebten Veränderungen sind derzeit möglich. Trotzalledem ist ein großer Data Studio Vorteil, dass alle Anpassungsmöglichkeiten sehr selbsterklärend und intuitiv bedienbar sind.

Die Entwicklungsschritte, die Data Studio hier zurücklegt, sind zudem beachtlich und es ist nur eine Frage der Zeit bis Data Studio seine Konkurrenz in dem ein oder anderen Punkt abhängt.

Branding:

Ein firmenspezifisches Branding ist problemlos möglich – ein komplettes white labeling (Data Studio Brand ist nicht mehr sichtbar) ist allerdings nicht verfügbar.

  +  Individuell anpassbar

  +  Sehr intuitiv bedienbar

  +  Branding ohne Aufpreis möglich

  –  White labeling keine Option

  –  Bei detailverliebten Anpassungen noch Verbesserungspotenzial

 

DATENQUELLEN:   

Data Studio als Google Produkt hat sicherlich den großen Vorteil, einfache Verknüpfungen zu anderen Google Produkten frei Haus und sehr umfangreich mitzuliefern. Connectors für beispielsweise die Search Console, YouTube Analytics, Adwords sind problemlos einbindbar. Durch eine Kooperation mit Super Metrics sind ebenfalls Schnittstellen zu Facebook, Instagram & Co. verfügbar. Auch hier können Datenquellen über die API selbständig angebunden werden.

  +  Google Produkte & viele weitere Connectors frei Haus verfügbar

  +  Zusätzliche Connectors erstellbar

 

PREIS:

Data Studio ist momentan als kostenlose Betaversion am Markt verfügbar. Es entstehen weder Kosten für das Erstellen noch für das Teilen der Reports. Es bleibt allerdings spannend wie Google Data Studio hier in Zukunft positionieren wird.

 

BESONDERHEITEN:

  +  Kurze Release Zyklen & stetige Weiterentwicklung des Tools  

  +  Umfangreiche Schnittstellenfunktionen zu anderen Google Produkten

  +  Report Tracking Funktion

  +  Kostenlos

 

GECKOBOARD

Geckoboard positioniert sich als klares Dashboard Tool, das es sich auf die Fahne geschrieben hat, möglichst schnell, eine möglichst zielgenaue & ansprechende Übersicht an KPIs zu liefern, die auch anderen unkompliziert zur Verfügung gestellt werden kann. Hierbei bleibt jedoch die Flexibilität etwas zurück.

Quelle: Geckoboard

HAUPTNUTZEN:

  +  Dashboards (Real-Time Monitoring ist möglich)

  –  Reporting eher nachgelagert

 

ERSTELLEN EINES DASHBOARDS:

Das Aufsetzen eines Dashboards mit Geckoboard ist ähnlich intuitiv wie bei den beiden anderen Tools – allerdings bleibt es hinter deren Möglichkeiten zurück. Die Nutzung der vorgegebenen Widgets ist sehr einfach. Bei individuellen Anpassungen ist die Grenze des Möglichen allerdings schnell erreicht.

  +  Sehr intuitiv & schnell aufzusetzen

  –  Keine flexiblen Anpassungen der Widgets möglich

 

ZUGANG & SHARING OPTIONEN:

Ein Dashboard kann sowohl via Link als auch via Mail geteilt werden. Sollte kein Geckoboard Account vorhanden sein, muss dieser jedoch angelegt werden, da einem der Zugriff ansonsten verwehrt bleibt. Eine Übersicht der Nutzer, die Zugang zum Dashboard haben, hilft, den Überblick zu behalten. Allerdings ist in Bezug auf vergebene Rechte nur der Standard verfügbar (View oder Admin Rechte). Ein individuelles Anpassen der Zugangsrechte ist nicht möglich.

Sollen die Dashboards auch von unterwegs erreichbar sein, ist hier anzumerken, dass diese zwar abrufbar sind, aber nicht für die mobile Darstellung optimiert werden. Abhilfe bietet hier allerdings eine App, die momentan jedoch nur für iOS verfügbar ist.

  +  Einfaches Teilen der Dashboards

  –  Limitierte Anpassung der Nutzerrechte

  –  Mobile Nutzung bietet Verbesserungspotenzial

  +/-  App momentan nur für iOS verfügbar

 

FLEXIBILITÄT:

Individuelles Anpassen der Reports:

Eine flexibles Anpassen der Reports ist nicht möglich. Widget sind zwar einfach zu erstellen – individuelle Wünsche können allerdings meist nicht erfüllt werden.

Branding:

Ein Branding des Dashboards ist nach Kauf eines Growth Accounts (149$ / Monat) möglich.

 

DATENQUELLEN:

Wie die meisten Tools, liefert auch Geckoboard eine Auswahl an vordefinierten Datenquellen out-of-the-box mit. Auch hier besteht die Möglichkeit, eigene Widgets über die Geckoboard API zu erstellen. Die Funktion ist allerdings etwas versteckt und findet sich erst auf den zweiten Blick.

  +  Vordefinierte Datenquellen verfügbar

  –  Eigene Widgets können via API hinzugefügt werden

 

PREIS:

Wer sich zunächst einen Eindruck vom Tool verschaffen will, kann das mit der 30-Tage Trail Version tun. Danach variiert der Preis je nach Paket zwischen 25$ und 599$ pro Monat. Da die Starter Version auf ein bis vier Dashboards und User beschränkt ist, wird für viele Firmen schnell das nächstgrößere Paket nötig sein, das bei 149$ startet dafür aber eine unbeschränkte Anzahl an Nutzer erlaubt.

 

BESONDERHEITEN:

  +  Loop Funktion: ermöglicht eine rotierende Darstellung verschiedener Dashboards auf TV oder ähnlichen Screens

 

FAZIT

Welches Tool ist also schlussendlich zu empfehlen?

Aus unserer Sicht lassen Klipfolio und Datastudio das Geckoboard hinter sich zurück und sind unsere Favoriten. Bei der Frage allerdings, welches dieser beiden Tools das bessere ist, heißt es wie so oft im Leben: “es kommt darauf an”. Und zwar kommt es darauf an, welcher Zweck primär erfüllt werden soll.

Sollte ein Real-Time Dashboard das Ziel sein, mit dem die Kollegen konstant über den momentanen Stand der KPIs informiert werden können, ist  Klipfolio aus unserer Sicht das Tool der Wahl. Zwar bietet Data Studio mittlerweile durch das vom Add-On DaVinci veröffentlichte Feature ebenfalls eine Real-Time Funktion, so fällt die Anwendung dieser bei Klipfolio dennoch deutlich leichter.

Ist der Real-Time Faktor allerdings sekundär, gewinnt unter vielen Gesichtspunkten Data Studio. Die intuitive Bedienung, die Vorteile innerhalb der Google Familie, die stetige Weiterentwicklung des Tools und vor allem die nicht vorhandenen Kosten machen das Tool aus unserer Sicht sowohl für kleine Firmen als auch große Player zu einer Win-Win Situation, die nicht liegengelassen werden sollte.

Optimieren mit Customer Journey Mapping

Die Customer Journey hat sich vom Marketingbegriff zu einem mächtigen Instrument für die nutzerzentrierte Optimierung digitaler Maßnahmen entwickelt. Was steckt hinter der sogenannten „Reise des Kunden?“

Inzwischen steht fest: Der (potenzielle) Kunde durchläuft mehrere Phasen in seinem Kaufprozess, bei denen er jeweils mit unterschiedlichen Kontaktpunkten (Touchpoints) einer Marke, eines Produktes oder einer Dienstleistung in Berührung kommt. Die Gesamtheit der Berührungspunkte im Verlauf ist das, was als Customer Journey bezeichnet wird. Kennt man die Touchpoints und das Verhalten der User, lässt sich der Kaufprozess so optimieren, dass die Kundenbedürfnisse in jeder Phase bedient werden können.

 

Wer Marke, Produkte oder Serviceleistungen kundenorientiert gestalten will, muss zunächst die Wünsche, Bedürfnisse und das Verhalten seiner (potenziellen) Kunden kennen. Für eine konkrete Zielgruppendefinition werden Personae (Pl. zu Persona) erstellt. Das sind Steckbriefe fiktiver Personen, die den typischen Nutzer der jeweiligen Zielgruppe repräsentieren. Sie beinhalten relevante Eigenschaften und Bedürfnisse der Zielgruppe und sind daher wichtiger Bestandteil jeder Entwicklungsphase.

Auf Basis der Personae und Informationen zu den Touchpoints werden sogenannte Customer Journey Maps erstellt. Damit lässt sich die Kundenreise visualisieren, zentrale Berührungspunkte bewerten und Nutzerverhalten nachvollziehen. Es entsteht die Möglichkeit, die Zielgruppen nicht nur zu modellieren, sondern sich sogar in die Kundenperspektive hineinversetzen zu können, um von diesem Standpunkt die Kundenreise zu optimieren.

 

Mapping: Die Modellierung der Kundenreise

Doch wie modelliert man die Customer Journey am besten? Das lässt sich nicht pauschal beantworten: Es gibt unzählige Methoden und Möglichkeiten. Die Wahl der geeignetsten Mittel hängt immer vom jeweiligen Unternehmenskontext ab. e-dynamics erstellt Customer Journey Maps im Rahmen des Continuous Optimization Frameworks, um die Erkenntnisse gewinnbringend auf die Gesamtziele der Optimierungsstrategie anwenden zu können.

Zunächst werden Benchmarks und IST-Situation in Workshops abgestimmt, um konkrete Kennzahlen messbar zu machen. Dazu zählt auch die Identifikation von sogenannten Moment of Truth-Touchpoints. Das sind Kontaktpunkte, die einen besonders großen Einfluss auf die (positiven oder negativen) Entscheidungen der Nutzer haben und die daher in der weiteren Analyse fokussiert werden. Personae dienen als Maßeinheit für die einzelnen Attribute der Map. Da die einzelnen Zielgruppen sehr unterschiedliches Verhalten und Bedürfnisse aufweisen können, wird pro Persona eine eigene Map erstellt.

In der Evaluationsphase wird das Nutzerverhalten an den ausgewählten Touchpoints untersucht. Dafür gibt es inzwischen zahlreiche Erhebungsmethoden, wie beispielsweise Online-Befragungen, User Feedback-Erhebungen, Fokusgruppen oder Tagebücher, die von den Nutzern selbst geführt werden. An dieser Stelle können insbesondere Voice of the Customer-Ansätze wertvolle Insights zu Wünschen, Erwartungen und Meinungen der Kunden liefern.

 

Es geht darum herauszufinden,

1. welche externen Einflüsse auf das Nutzerverhalten einwirken.

Dazu zählen neben technischen Voraussetzungen wie der Usability und Funktionalitäten auch Content- und Designaspekte. Ein besonders wichtiger Faktor ist außerdem der variierende Nutzungskontext, der verändertes Konversionsverhalten hervorrufen kann.

2. welche internen Einflüsse auf das Nutzerverhalten einwirken.

Hier geht es insbesondere um Emotionen wie Erwartungen, Wünsche und Bedürfnisse des Kunden, aber auch die Customer Experience (Kundenerlebnis) während der einzelnen Phasen des Kaufprozesses über diverse Touchpoints hinweg.

Zusätzlich werden neben dem erhobenen Nutzerverhalten Tracking- und Analytics-Daten hinzugezogen, um Wirkungszusammenhänge zu identifizieren und ein möglichst vollständiges Bild der Zielgruppe zu erhalten. Die gewonnenen Daten werden immer auf die zuvor definierten KPI bezogen analysiert und interpretiert. Für eine übersichtlichere Darstellung von Relationen und Abhängigkeiten werden die Insights in der Map visualisiert.

 

Die Customer Journey Maps sind mächtige Optimierungsinstrumente

Die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich verwenden, um die Customer Experience nutzerzentriert zu optimieren und digitale Kanäle zu personalisieren. Dem Kunden kann so an jedem Berührungspunkt genau das angeboten werden, was er speziell in dieser Phase braucht. Aber nicht nur das: Die Erkenntnisse über die Customer Journey können in den gesamten Produktionsprozess gewinnbringend einbezogen werden. Als Modul des e-dynamics Continuous Optimization Frameworks werden die Erkenntnisse aus dem Mapping genutzt, um neue Zielekriterien zu erkennen und weitere Maßnahmen abzuleiten. Anschließend werden die gewonnenen Optimierungsideen bewertet, getestet und umgesetzt. So kann das digitale Angebot auf die Zielgruppe zugeschnitten werden.

Customer Journey Maps erweisen sich – bei Auswahl der richtigen Methoden und Analyse durch Experten – als ein mächtiges Instrument zur Steigerung von Ihren Unternehmenszielen, wie Erhöhung von Leads, Sales oder Umsatz sowie zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit.

 

Sie sind interessiert an der Entwicklung einer Customer Journey Map? Sprechen Sie uns gerne an!